Dance, Dinner & Talk

Signatures

Claudia Küppers & Antonia Koluiartseva

Claudia Küppers und Antonia Koluiartseva forschen zum Tanz als „Schrift im Raum“. Ausgehend von Mustern, Patterns, Schriftarten und deren graphischer Darstellung entsteht mittels Improvisation eine fein-poetische und dennoch expressive persönliche Signatur, eine körperliche Signatur im Raum, eine Tanz-Schrift. Die tänzerischec Signatur von Antonia Koluiartseva folgt ihrer musikalischen Intuition und ist in ihrem Ausdruck zugleich zutiefst sensitiv und spielerisch. Die Musik folgt dem Tanz als abstraktes Narrativ, das Anlass, Kontrast und Inspirationsquelle zugleich ist, sich mal antizipativ, mal abwartend, mal illustrativ zum Tanz verhält. Dies mündet in einem Tanz-Solo, das oszilliert zwischen dem ästhetischen Ausdruck des Tanzes, der Musik und des Raumes.

Idee & Choreografie | Claudia Küppers
Tanz & Choreographie | Antonia Koluiartseva
Musik | Henry Purcell: A Ground in Gamut, 2 Henry Purcell: Chaconne in G minor, 3 Henry Purcell: Suite in A
minor / Saraband, 4 Jean-Philippe Rameau: Suite in G major / Les Sauvages
Projektassistenz |
Fotos | Landscape Manuel Meza / Portrait Alexandra Rumyantseva
Dauer | 15min


Stumme Radierungen – Unbeschrieben

Ying Xiao

In „Stumme Radierungen – Unbeschrieben“ begibt sich der Performer auf eine körperliche Spurensuche. Das Projekt thematisiert die Geschichte der sogenannten „Trostfrauen“ und fragt nach der Einschreibung von Gewalt in den Körper. Hierbei verschmelzen die tiefe, kontrollierte Atmung des koreanischen Tanzes(Diese Gemeinschaft lebt vor allem im nordöstlichen China (insbesondere Yanbian) sowie auf der koreanischen Halbinsel (Nord- und Südkorea) und die rhythmische Kraft des Wa-Tanzes mit zeitgenössischer Choreografie. Das Stück bricht mit linearen Erzählweisen und schafft einen Raum der kollektiven Erinnerung, in dem das Publikum eingeladen ist, eine eigene Beobachterposition einzunehmen. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit und Stärke von Frauen in Kriegszeiten und stellt die dringende Frage: Wie können wir heute aktiv den Frieden bewahren? In einer Zeit globaler Eskalationen wird der Körper zum Ort des Widerstands gegen das Vergessen.

Choreografie | Ying Xiao
Tanz | Shuang Liang
Musik | Sin
Film | Guo Ke
Fotos | Karl
Dauer | 12min
Alter | ab 16
Unterstützung | TanzFaktur Köln (Residenz) / Stadtbibliothek Essen / Chinese „Comfort Woman“ History Museum
(Dokumentarmaterial)


URSPRUNG | Origin

Ying Xiao

„Ursprung“ ist eine choreografische Begegnung zwischen chinesischem klassischem Tanz und zeitgenössischem
Tanz. Ausgehend von Punkt, Linie und Fläche untersucht das Stück den Anfang des Menschen und die Beziehung
zwischen Individuum und Gesellschaft. Es stellt eine grundlegende Frage: Wer bin ich, wenn ich zum
Ausgangspunkt zurückkehre?

Choreografie, Konzept, Kostüm | Ying Xiao
Tanz | Matilde Bottigelli / Ying Xiao
Assistenz | Shuang Liang
Musik | ”Uni Rec” Alva Noto
Foto | Juli Wang
Dauer | 7min
Musik | Uni Rec”Alva Noto


Im Anschluß

Dinner and Talk


somebody@maschinenhaus 26 ist ein Projekt der IG Tanz Essen, koproduziert mit dem Maschinenhaus Essenim Rahmen der Mittelzentren Förderung Tanz und Performance und gefördert durch die Allbaustiftung Essen.

Bildnachweis: Lennart Pimpl