Die Frau die gegen Türen rannte

Booker-Preisträger Roddy Doyle erzählt die Geschichte einer alkoholsüchtigen Frau, die allen Widerwärtigkeiten und Demütigungen zum Trotz ihr Leben in die Hand nimmt.

Für Paula Spencer ist mit 39 Jahren, das Meiste in ihrem Leben schon gelaufen. Und es ist nicht gut gelaufen. Zwischen abgestumpften Lehrern und zudringlichen Banknachbarn trainiert sie schmutziges Denken und abgebrühtes Benehmen.
Dann gründet sie mit ihrer Jugendliebe Charlo eine Familie. Und immer wieder sitzt sie im Krankenhaus und erklärt ihre Verletzungen damit, dass sie gegen eine Tür gelaufen sei. Nun ist Charlo tot und Paula beginnt zu sprechen.

Fernab von Sentimentalitäten oder moralischen Zeigefingern veranschaulicht Roddy Doyle einen Bewusstwerdungsprozess in harter Bodennähe, der sich zu einer präzisen Milieuschilderung verdichtet. Ein furioser Monolog über eine enttäuschte Liebe und den unermüdlichen Versuch, das Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen.

27. April, 20:00 Uhr
28. April, 18:00 Uhr

Eintritt: 12 € / 8 € (erm.)
Reservierungen über tickets@maschinenhaus-essen.de

Schauspielerin: Lesley Higl
Regie: Jürgen Hartmann
Kostüm / Bühne: Rabea Stadthaus

Bildnachweis: Julia Lormis