SO, 26. April / ab 18:30 Uhr
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Die Abendkasse öffnet 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Signatures
Claudia Küppers & Antonia Koluiartseva
Claudia Küppers und Antonia Koluiartseva forschen zum Tanz als „Schrift im Raum“. Ausgehend von Mustern, Patterns, Schriftarten und deren graphischer Darstellung entsteht mittels Improvisation eine fein-poetische und dennoch expressive persönliche Signatur, eine körperliche Signatur im Raum, eine Tanz-Schrift. Die tänzerischec Signatur von Antonia Koluiartseva folgt ihrer musikalischen Intuition und ist in ihrem Ausdruck zugleich zutiefst sensitiv und spielerisch. Die Musik folgt dem Tanz als abstraktes Narrativ, das Anlass, Kontrast und Inspirationsquelle zugleich ist, sich mal antizipativ, mal abwartend, mal illustrativ zum Tanz verhält. Dies mündet in einem Tanz-Solo, das oszilliert zwischen dem ästhetischen Ausdruck des Tanzes, der Musik und des Raumes.
Idee & Choreografie | Claudia Küppers
Tanz & Choreographie | Antonia Koluiartseva
Musik | Henry Purcell: A Ground in Gamut, 2 Henry Purcell: Chaconne in G minor, 3 Henry Purcell: Suite in A
minor / Saraband, 4 Jean-Philippe Rameau: Suite in G major / Les Sauvages
Projektassistenz |
Fotos | Landscape Manuel Meza / Portrait Alexandra Rumyantseva
Dauer | 15min
Stumme Radierungen – Unbeschrieben
Ying Xiao
In „Stumme Radierungen – Unbeschrieben“ begibt sich der Performer auf eine körperliche Spurensuche. Das Projekt thematisiert die Geschichte der sogenannten „Trostfrauen“ und fragt nach der Einschreibung von Gewalt in den Körper. Hierbei verschmelzen die tiefe, kontrollierte Atmung des koreanischen Tanzes(Diese Gemeinschaft lebt vor allem im nordöstlichen China (insbesondere Yanbian) sowie auf der koreanischen Halbinsel (Nord- und Südkorea) und die rhythmische Kraft des Wa-Tanzes mit zeitgenössischer Choreografie. Das Stück bricht mit linearen Erzählweisen und schafft einen Raum der kollektiven Erinnerung, in dem das Publikum eingeladen ist, eine eigene Beobachterposition einzunehmen. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit und Stärke von Frauen in Kriegszeiten und stellt die dringende Frage: Wie können wir heute aktiv den Frieden bewahren? In einer Zeit globaler Eskalationen wird der Körper zum Ort des Widerstands gegen das Vergessen.
Choreografie | Ying Xiao
Tanz | Shuang Liang
Musik | Sin
Film | Guo Ke
Fotos | Karl
Dauer | 12min
Alter | ab 16
Unterstützung | TanzFaktur Köln (Residenz) / Stadtbibliothek Essen / Chinese „Comfort Woman“ History Museum
(Dokumentarmaterial)
Project G2 or Post Traumatic Femtasy
Tabea Jung
„Project G2 or Post Traumatic Femtasy“ is an intimate duet choreographed by Tabea Jung. It explores how female desire can be made visible and reimagined after centuries of suppression. The body becomes palpably a bearer of history and a place of resistance. The duet explores how to reclaim one’s pleasure, fantasies and desires, beyond social conditioning. Traditional gender roles attribute active sexuality to men, while women are assigned a passive, controlled sexuality. Female desire is often ignored, shamed or forced into stereotypical images. These images are deeply rooted in religion, medicine (e.g. the ‘hysterical woman’) art and in the portrayal of sexuality in film and pornography. How can I know what I really want if I’ve never been asked? How can I discover my own fantasy and trust it? What does it mean to think and dance about lust beyond shame, control and male gazes?
Choreografie / Konzept | Tabea Jung
Tanz | Shauna Fischer, Merel Bastiaans
Musik | Béla Baumann
Kostüm | Hannah Creak
Fotos | Lennart Pimpl
Dauer | 20 min
Förderer | unterstützt von Tanzhaus NRW
URSPRUNG | Origin
Ying Xiao
„Ursprung“ ist eine choreografische Begegnung zwischen chinesischem klassischem Tanz und zeitgenössischem Tanz. Ausgehend von Punkt, Linie und Fläche untersucht das Stück den Anfang des Menschen und die Beziehung zwischen Individuum und Gesellschaft. Es stellt eine grundlegende Frage: Wer bin ich, wenn ich zum Ausgangspunkt zurückkehre?
Choreografie, Konzept, Kostüm | Ying Xiao
Tanz | Matilde Bottigelli / Ying Xiao
Assistenz | Shuang Liang
Musik | ”Uni Rec” Alva Noto
Foto | Juli Wang
Dauer | 7min
Musik | Uni Rec”Alva Noto
Im Anschluß
Dinner and Talk
somebody@maschinenhaus 26 ist ein Projekt der IG Tanz Essen, koproduziert mit dem Maschinenhaus Essenim Rahmen der Mittelzentren Förderung Tanz und Performance und gefördert durch die Allbaustiftung Essen.

Bildnachweis: Lennart Pimpl